Ausfallende

Das Ausfallende bezeichnet im Fahrradbau die U-förmige Aufnahme für die Hinterradachse. Im Gegensatz hierzu wird die Aufnahme in der Vorderradgabel als Gabelausfall bezeichnet.
In den meisten Fällen wird die Achse darin durch Schrauben (mit Unterlegscheiben) oder Schnellspanner fixiert. Das Aufallende muss besonderen Belastungen standhalten. Je nach Radtyp und Belastungsanforderung unterscheidet man verschiedene Bauformen. Auf wikipedia findet sich hierzu eine gute Übersicht.

Riemen statt Kette

Seit Anfang diesen Jahres gibt es eine Alternative zur Kette am Drahtesel: ein Riemenantrieb. Bisher wurde die Technik kritisch beäugt. Der Zahnriemen muss präzise gespannt werden, was hohe Anforderungen an das Material stellt und Risse im Gummi nicht verzeiht. Die Innovation kommt vom Hersteller Gates. Der Riemen wird mit Karbonfaser verstärkt was Laufleistungen von bis zu 20.000 km möglich machen soll. Dennoch stellt der Riemenantrieb hohe technische Anforderungen an das Rad: Die Zahnriemenscheiben vorn und hinten müssen exakt in einer Flucht liegen, was absolute Parallelität von Hinteradachse und Pedalantriebswelle sowie einen besonders verwindungssteifen Rahmen vorraussetzt.
Derzeit stellen sich nur wenige Hersteller dieser Herausforderung und der Riemenantrieb macht sich im urbanen Fahrradalltag rar. Eine Ausnahme bildet die Magdeburger Radschmiede Schindelhauer und setzt im aktuellen Portfolio auschließlich auf die neue Antriebstechnik. Insbesondere an den derzeit äußerst beliebten Stadträdern wie Fixies und Singlespeeds sieht der Riemenantrieb edel aus. Schindelhauer kreiert damit wohl fast wartungsfreie Fahrräder, wobei der Antrieb mit ausdauernden Rollenbremsen und Bowdenzugführungen im Rahmen ergänzt wird.

Bleibt abzuwarten, ob der Riemenantrieb in nächster Zeit mehr Verbreitung und Beliebtheit finden wird. Die hohen technischen Anforderungen müssen beim Kauf mit einigen Hundert Euro mehr bezahlt werden, was laut Hersteller durch geringe Wartungs- und Instandhaltungskosten letztlich beglichen werden soll. Wer jedoch geräuschfrei, ohne Schmierflecken an der Hose und quitschender Kette über den Asphalt sausen will, sollte den Riemenantrieb auf dem Schirm behalten.

Quelle: www.spiegel.de

Achse

Eine Achse ist ein tragendes Bauteil, welches die Lagerung von rotierenden Teilen ermöglicht. Am Fahrrad ist sie Bestandteil der Nabe. Daher gibt es sowohl eine Vorderrad- als auch eine Hinterradachse. Auf der starren Achse ist das Lager verbaut, welches wiederum die Drehbewegung der Laufräder um die Achse ermöglicht.
Generell werden Achsen oft mit Wellen verwechselt. Beide Maschinenelemente unterscheiden sich jedoch darin, dass Wellen ein Drehmoment übertragen d.h. für die gezielte Kraftübertragung auf andere Elemente genutzt werden. Jedoch gibt es neben starr verbauten Achsen auch mitrotierende Achsen.

Achsen werden am Drahtesel normalerweise geschraubt (Schraubachse) oder gespannt (Schnellspannachse):

Schraubachse:

Schnellspannachse:

Cycle Chic – a cycle lifestyle network

Wer sich für Lifestyle und Styling im Fahrradalltag begeistern kann der kommt an Cycle Chic nicht vorbei. Dieses Blogformat zum Thema Urban Cycling und Fahrrad-Mode findet großen Anklang. Mittlerweile ist für viele v.a. europäische Metropolen eine mehr oder weniger umfangreiche Seite dazu im Web vertreten.
Geprägt wurde der Begriff Cycle Chic von Mikael Colville-Andersen, einem Filmemacher und Fotografen dänisch-kanadischer Herkunft, der Mitte 2007 mit Copenhagen Cycle Chic eine Bewegung in Gang brachte. Colville gilt als urban mobility enthusiast. Er will mit seinen Fotografien den festen Platz des Zweirades im Leben der dänischen Hauptstadt fast schon dokumentarisch erfassen und einer breiten Öffentlichkeit präsentieren. Der Drahtesel selbst, verschiedenste Modelle und Arten sowie sein Fahrer und dessen typische oder auch untypische modische Anwandlungen stehen dabei im Mittelpunkt. Es geht um die Lust und den Sinn bzw. Nutzen des Radfahrens. Kopenhagen steht dabei als absolute Fahrradstadt und angehende europäische Fahrradhauptstadt Vorbild für Radlerfreundlichkeit und Infrastruktur wie man sie nirgends sonst findet. Neben dem Cycle Chic Ursprung aus Kopenhagen sind ebenso dessen Derivate interessant. Aktuell gepflegt sind vor allem die Seiten von …
Cycle Chic ermutigt Fahrradfreunde einen eigenen themakonformen Blog/Webauftritt für die Heimatstadt oder Region zu kreieren. Dabei sollten jedoch die Guidelines for a Cycle Chic Blog berücksichtigt werden.

Zählt man sich nicht zu den Lifestyle Begeisterten so sind die Cycle Chic Blogs dennoch einen Blick wert um in zweirad-relevanten Themen informiert zu sein.

Links zum Thema Cycle Chic:

Cycle Chic Kopenhagen – ein Original
Cycle Chic Wien – Vienna
Cycle Chic Berlin
Cycle Chic Amsterdam – inspired by Copenhagen
Amsterdamize – Amsterdams eigenes Format

Das Pappfahrrad kommt!

In Israel wurde es konzipiert: Die Pappmaschine – ein Fahrrad fast komplett aus Pappe. Materialkosten liegen bei nur 9$! Gewicht dennoch 9kg – was aber auch in der modernen Fahrradwelt noch leicht ist. Könnte so ein ausgefallenes Recyclingkonzept den Drahtesel ersetzen? Aktuell beherbergt es laut Konstrukteur Izhar Gafni noch einige Metallteile, die aber bei Anlaufen der Produktion durch Pappe ersetzt werden sollen. So auch die Speichen, Bremsen, Laufräder und Pedalhalterung. Wie baut man ein Lager aus Pappe? Ist schwer vorzustellen, könnte aber bei einem so geringen Preis schnell die Welt erobern und vielen Menschen zu einem Fahrrad verhelfen, die sich derzeit keines leisten können. Warten wir es ab!

Quelle: www.spiegel.de

Nabe

Als Nabe wird jenes Bauteil bezeichnet welches im Zentrum des Laufrades sitzt und dieses mit der jeweiligen Achse verbindet. Die Nabe beherbergt ein Lager (z.B. Kugellager), welches die Drehung des Rades bei gleichzeitig fester Verbindung der Radachse mit dem Rahmen überhaupt erst ermöglicht. Ebenso sind die inneren Speichenenden in den Ösen der Nabe befestigt.
Bei Fahrrädern werden oftmals Schaltung (s.Nabenschaltung) und/oder Dynamo (s.Nabendynamo) in der Nabe untergebracht.

Seitenschlag

Die Deformierung eines Laufrades, in Form seitlicher Abweichungen von der Laufebene (Mittelebene) wird als Seitenschlag bezeichnet. Bei Fahrrädern liegt die Ursache in einer verbogenen Felge, was wiederum durch Schläge gegen die Felge entsteht wie z.B. beim unvorsichtigen Auffahren auf eine Bordsteinkante. Weiterhin kann die Längung oder Verkürzung einzelner Speichen ein Auslöser sein. Ein leichter Seitenschlag lässt sich oftmals im längeren Gebrauch des Fahrrades nicht vermeiden. Das stellenweise Schleifen der Bremsbacken an der seitlich ausgedellten Felge ist ein typisches Problem dabei.
Reparatur ist durch Zentrieren des Laufrades teilweise möglich. Bei zu großer Deformation muss die Felge jedoch ersetzt werden.
Im Gegensatz zum Seitenschlag beschreibt der Höhenschlag die Deformierung des Laufrades innerhalb der Laufebene, die zu einer unrunden Form führt.